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"Erneuerbare Energien brauchen Speicher"

06.11.2013

Mit diesem Thema beschäftigen sich rund 300 Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft heute bei der „Konferenz Erneuerbare Energie“ der Kelag in Velden am Wörthersee.

„Energiespeicher machen die Energiewende erst möglich“
Gerhard Stryi-Hipp, Leiter der Energiepolitik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme erläutert, dass für die Energiewende nicht nur ein intelligenter Mix erneuerbarer Energieträger und die substanzielle Steigerung der Effizienz in der Erzeugung, Verteilung und beim Verbrauch notwendig seien, sondern auch leistungsfähige Übertragungs- und Verteilnetze sowie vor allem Speicher aller Kategorien.

„Wir können davon ausgehen, dass in Zukunft Wind und Photovoltaik die wichtigsten Energiequellen sein werden. Um deren Fluktuationen im Gesamtenergiesystem auszugleichen und die hohe Versorgungssicherheit weiterhin aufrecht zu halten, brauchen wir den systematischen Ausbau von Speichern. „Heute schon besonders dringend seien Kurzzeitspeicher, es müssten aber auch Mittelfrist- und saisonale Speicher errichtet werden. Speicher brauchen wir sowohl bei Strom, als auch bei Wärme, Kälte und Gas“, betont Stryi-Hipp. „Wie Geschäftsmodelle für Investoren aussehen können, wie wir sowohl regional als auch national die Balance im Energiesystem halten können, wie wir die notwendige Transformation managen – das muss noch intensiv diskutiert werden.“

„Wir brauchen zusätzliche Pumpspeicherkapazitäten“
Hermann Egger, Sprecher des Vorstandes der Kelag betont, dass es derzeit nur mit Pumpspeicherung möglich sei, fluktuierende Leistungen von Windkraft und Photovoltaik auszugleichen. „Pumpspeicher haben hohe Leistungen und sind rasch einsetzbar, um kurzfristige Leistungsdefizite und Leistungsüberschüsse zu regeln und auszugleichen. Sie tragen damit wesentlich zur Netzstabilität und zur Sicherheit der Versorgung bei.“

Schon heute sind in Europa gewaltige Kapazitäten an Windkraft und Photovoltaik am Netz, weitere Kapazitäten sind geplant. „Wenn wir diese Ausbaupläne berücksichtigen, dann benötigen wir weitere große Pumpspeicherkapazitäten“, sagt Egger. Die Kelag hat in den vergangenen Jahren ihre Pumpspeicherkapazitäten ausgebaut, ein großes, gemeinsames Projekt mit der Verbund Hydro Power AG, das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II ist derzeit in Bau. „Es gibt in Kärnten noch weitere Potenziale, bestehende Kraftwerksstandorte auszubauen. Um das zu realisieren, brauchen wir aber auch leistungsfähige Netze.“

„Die Pumpspeicherung wird aber nicht ausreichen, um alle Speicher-Erfordernisse der Zukunft zu decken, sagt Egger. „Wir werden sowohl große Speicher wie die Pumpspeicher brauchen, als  auch kleine Speicher, wie zum Beispiel Batterien in Privathäusern als Ergänzung zu Photovoltaikanlagen. In Zukunft planen wir intelligente Energiesysteme, die Erzeugung, Verbrauch, Transport und eben auch die Speicherung von Energie automatisch steuern. Bei den ‚alternativen‘ Speichertechnologien muss noch viel geforscht und in weiterer Folge investiert werden, damit sie nennenswerte Leistungen beisteuern und auch wirtschaftlich eingesetzt werden können.“

Isep: „Energie muss leistbar bleiben!“
Gilbert Isep, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Kelag, streicht im Zusammenhang mit den Veränderungen im Energiemarkt einen Aspekt hervor, der immer stärker in den Mittelpunkt rückt: „Energie muss auch leistbar bleiben; das gilt sowohl für die Kunden als auch für die Energieunternehmen. Ökologische Nachhaltigkeit erfordert ökonomische Nachhaltigkeit, nur gesunde Unternehmen können nachhaltig agieren.“

Ein Teil der Nachhaltigkeitsanstrengungen der Kelag bilden Investitionen in die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energieträger und in die Netzinfrastruktur, um auch in Zukunft eine sichere und ausreichende Versorgung gewährleisten zu können. Parallel dazu hat die Kelag eine Energieeffizienz-Offensive gestartet, sagt Isep. „Die Kelag unterstützt ihre Kunden in den Bereichen Haushalte, Gewerbe und Kommunen bei Investitionen in die Verbesserung der Energieeffizienz, um den Energieverbrauch nachhaltig zu senken.“

Josef Stocker

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Quelle: Kelag Bildarchiv

 


06.11.2013
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