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Fernwärme aus Biomasse für Spittal an der Drau

30.01.2013

In Spittal an der Drau realisiert die KELAG Wärme GmbH gemeinsam mit privaten Spittaler Unternehmern eine Fernwärmeversorgung auf Basis Biomasse.

Die Bioenergie Spittal GmbH (BES) hat im Herbst 2012 mit dem Bau des Biomasseheizwerkes in der Nähe der Oberkärntner Molkerei m Osten der Stadt begonnen. Das Biomasseheizwerk verfügt über eine Leistung von insgesamt 20 MW und wird ab Herbst 2013 pro Jahr rund 30 Millionen Kilowattstunden Wärme erzeugen. Mehrheitseigentümer der BES ist die KELAG Wärme GmbH, sie verfügt über 51 % der Anteile. Drei Spittaler Unternehmen - Astra Bioenergie GmbH, Elektro Krobath GmbH  und die Klausner GmbH - halten 49 % der Anteile. Das Fernwärmenetz in Spittal errichtet die KELAG Wärme GmbH, mit diesen Arbeiten ist ebenfalls im Herbst 2012 begonnen worden. Bis Herbst 2013 soll das Fernwärmenetz in Spittal 12 km umfassen, im Endausbau 15 km.

Fernwärme für das A.ö.Krankenhaus Spittal/Drau
Die Nachfrage nach Fernwärme aus Biomasse ist in Spittal an der Drau sehr stark. Größter Wärmekunde ist das A.ö.Krankenhaus Spittal/Drau, die Verträge sind bereits unterzeichnet. Direktor Hermann Samonigg: „Wir haben uns entschieden, ab Herbst 2013 keine fossilen Energieträger mehr einzusetzen und unser Haus auf Fernwärme aus Biomasse umzurüsten. Wir sind überzeugt, in der KELAG Wärme den richtigen Partner für diesen Schritt zu haben. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Unternehmen hat schon lange Tradition, wir schätzen die Zuverlässigkeit und Kompetenz unseres Partners.“

Das A.ö.Krankenhaus Spittal/Drau legt Wert auf höchste Qualität bei der medizinischen und pflegerischen Versorgung der Patienten und bei der technischen Ausstattung. Diese Philosophie setzt das Krankenhaus auch bei der Energieversorgung um. Hermann Samonigg: „Vor rund 15 Jahren entschieden wir uns aus Verantwortung für die Umwelt, die Wärmeversorgung von Öl auf Erdgas umzustellen. Nun ist es für uns selbstverständlich, den nächsten Meilenstein in Richtung Umwelt- und Klimaschutz gemeinsam mit unserem Partner KELAG Wärme zu setzen.“ Das A.ö.Krankenhaus Spittal/Drau hat einen Wärmebedarf von rund 3,2 Mio. Kilowattstunden, das entspricht dem Bedarf von 200 Einfamilienhäusern.

Saubere Wärme für Spittal
„Wir freuen uns, mit unserem Konzept für Spittal an der Drau auch den größten Kunden, das A.ö.Krankenhaus Spittal/Drau, überzeugt zu haben“, sagt Harald Kogler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH und Vorstand der Kelag. „Mit unserem Projekt werden wir die Umweltsituation in Spittal nachhaltig verbessern, im Fernwärme- Endausbau werden wir pro Jahr rund 50.000 Schüttraummeter Biomasse aus der Region nutzen damit mehr als 7.000 t CO2-Emissionen pro Jahr einsparen.“ Kogler betont, dass die Kelag zwar Energie verkaufe, aber trotzdem das Ziel verfolge, den Kunden beim effizienten Einsatz von Energie zu unterstützen. „Saubere, erneuerbare Energien aus Wasserkraft, Biomasse, Windkraft und Sonnenlicht sind ein kostbares Gut. Unser Unternehmen erzeugt Energie ausschließlich aus erneuerbaren Quellen.“

KELAG Wärme GmbH
Die Wärmeaktivitäten der Kelag sind im Tochterunternehmen KELAG Wärme GmbH gebündelt. „Unser Unternehmen ist das größte überregional tätige Wärmeunternehmen in Österreich und Marktführer bei der Nutzung von industrieller Abwärme und Biomasse“, erklärt Harald Kogler. Das Unternehmen betreibt 80 Fernwärmesysteme und rund 900 Heizzentralen und baut seine Marktposition konsequent aus. „Pro Jahr investieren wir mehr als 20 Millionen € in Projekte, in Spittal an der Drau investieren wir insgesamt 13 Millionen €.

Regionalität, fachliche Kompetenz und Sicherheit
Spittal an der Drau war bisher die größte Stadt Kärntens ohne Fernwärmeversorgung. „Gemeinsam mit regionalen Partnern haben wir ein Projekt entwickelt und im Jahr 2012 mit der Umsetzung begonnen“, sagt Günther Stückler, Geschäftsführer der KELAG Wärme GmbH. „Mit unseren Partnern In Spittal können wir Rationalität, fachliche Kompetenz und Sicherheit bündeln. Die Wärme werden wir in zwei Biomassekesseln erzeugen, als Reserve und für die Abdeckung von Bedarfsspitzen werden wir Erdgaskessel einsetzen.“

Josef Stocker

Fotos zum Download (Bilder anklicken)


Pressekonferenz mit Dir. Kogler, Dir. Samonigg und GF Stückler (v. l.)


30.01.2013
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